Unsere drei wichtigsten Erkenntnisse vom RightsDirect Innovation Summit 2025 in Frankfurt am MainBy Keri Mattaliano, Neal Dunkinson19 Juni 2025Persönliches Feedback von unseren Kunden ist für CCC und RightsDirect entscheidend, um die zukünftige Ausrichtung unserer Produkte und Dienstleistungen festzulegen. Im Frühjahr 2025 haben wir 27 Informationsmanagerinnen und -manager, Medical Affairs Professionals und Rechtsfachkräfte aus 20 forschungsgetriebenen Organisationen zu einer zweitägigen Veranstaltung eingeladen: dem RightsDirect Innovation Summit 2025.Die Themen unseres interaktiven Events in Frankfurt am Main reichten von der Schnittstelle zwischen KI und Urheberrecht über sich wandelnde Workflows von Informationsnutzenden bis hin zu den Herausforderungen bei der Verwaltung und Kuratierung hochwertiger Daten. Hier sind einige unserer wichtigsten Erkenntnisse:1. Fachpersonen im Informationsmanagement spielen eine zentrale Rolle als FürsprechendeDie Teilnehmenden berichteten, dass ein wesentlicher Teil ihrer Aufgaben darin bestehe, die Bedürfnisse der Informationsnutzenden in ihren Unternehmen gegenüber Anbietenden zu vertreten und Orientierung zu geben: zu verfügbaren Ressourcen, zu externen Tools und zu internen Möglichkeiten.Informationsverantwortliche verwalten wissenschaftliche Informationen und ermöglichen evidenzbasierte Erkenntnisse durch nachvollziehbare und reproduzierbare Suchstrategien. Die Teilnehmenden begeistern sich für die Möglichkeiten generativer KI und neuer Technologien, wollen diese aber mit kritischem Blick betrachten und sich nicht vom Hype leiten lassen. Informationsmanagerinnen und -manager spielen eine Schlüsselrolle, indem sie experimentieren, Geschwindigkeit gegen Ergebnisqualität abwägen und neue Technologien sorgfältig evaluieren.Mit kleinen oder sogar Solo-Teams fällt es Informationsmanagement-Fachkräften oft schwer, alle Bedürfnisse und Anwendungsfälle der verschiedenen Rollen in ihren globalen Organisationen vollständig zu erfassen. Gleichzeitig verstehen Informationsnutzende nicht immer, wie wichtig die Arbeit des Informationsmanagements ist. Anbietende wie wir tragen Verantwortung, mit dem Informationsmanagement zusammenzuarbeiten, um die Anforderungen der internen Nutzenden zu erfüllen. Veranstaltungen wie diese bieten Informationsmanagerinnen und -managern wertvolle Möglichkeiten, voneinander zu lernen, Netzwerke aufzubauen und gemeinsam Lösungen für ähnliche Herausforderungen zu entwickeln.2. KI-Rechte und Inhalte müssen gleichzeitig verfügbar seinDas Wachstum von KI beeinflusst zwei zentrale Aufgabenbereiche von Informationsfachkräften: den Zugang zu Inhalten und die Einhaltung des Urheberrechts. Die Richtlinien der Organisationen unserer Teilnehmenden reichten von vollständigen KI-Verboten bis hin zur unternehmensweiten Freigabe von KI-Tools für alle Mitarbeitenden. Einige hatten spezifische Regeln zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte, wie wissenschaftlicher Literatur, in KI-Systemen, andere gar keine. Als wichtigste Bedenken nannten die Teilnehmenden den Schutz des geistigen Eigentums sowie das Risiko von Urheberrechtsverletzungen. Viele stellten zudem fest, dass Nutzende nicht immer verstehen, was erlaubt ist. Teilnehmende erzählten von dem Versuch, im Auftrag der Geschäftsführung Innovationen mit KI voranzutreiben, und gleichzeitig Urheberrechte beachten zu müssen.Die Teilnehmenden äußerten, dass es nicht ausreiche, ausschließlich Open-Access-Inhalte mit KI-Lösungen zu nutzen. Sie benötigen die Bereitstellung von wissenschaftlicher Literatur – sowohl im PDF- als auch im XML-Format, einzeln und im Bulk – inklusive der Rechte, diese mit KI zu verwenden. Sie betonten zudem die Bedeutung weiterer Inhaltstypen über wissenschaftliche Artikel hinaus, wie klinische Studien, Standards und ergänzende Materialien, sowie die Wichtigkeit der Beteiligung von Verlagen an kollektiven Lizenzen für interne KI-Nutzung. Ebenso notwendig seien Systeme für die effektive Verwaltung von Rechten, welche Organisationen direkt von Verlagen erwerben.3. Nutzende wollen Innovation, aber nicht auf Kosten von Bedienbarkeit oder QualitätDie Möglichkeiten der KI, Geschwindigkeit und Effizienz für Nutzende zu erhöhen und damit lebensrettende Innovationen schneller auf den Markt zu bringen, werden von den Teilnehmenden durchaus mit Begeisterung aufgenommen. Doch Ungenauigkeiten und sogenannte Halluzinationen gehören zu den größten Sorgen bei der Bewertung von Lösungen. Genannt wurden Datenbias, Fehlklassifizierungen, die nicht-deterministische Natur großer Sprachmodelle sowie Black-Box-Algorithmen – alles Faktoren, die die Fähigkeit behindern, KI-Ergebnisse zu erklären, zu reproduzieren oder ihnen zu vertrauen.Die Gruppe war sich der Notwendigkeit bewusst, stets einen Menschen in die Kontrolle einzubinden, um Ungenauigkeiten zu vermeiden („human in the loop”). Gleichzeitig herrschte Einigkeit darüber, dass ein „AI-in-the-Loop”)-Ansatz effektiver sei, bei dem der Mensch den Prozess steuert und KI unterstützend eingesetzt wird.Für Informationsmanagerinnen und -manager ist die Wahrung der Datenintegrität entscheidend für den Erfolg innovativer Projekte. Dies wird erschwert durch fehlende Standards bei Anbietenden und in der Informationsbranche allgemein, in der jede Datenquelle ihr eigenes Format als das richtige betrachtet. Dies führt häufig zu Konflikten mit den Vorstellungen der Kundschaft und letztlich zur Notwendigkeit zusätzlicher Datenaufbereitung.Schließlich bleibt Benutzerfreundlichkeit ein entscheidender Faktor für innovative Technologien. Die Teilnehmenden stellten fest, dass die Erwartungen von Nutzenden stark durch Tools geprägt sind, die sie privat verwenden. Sie erwarten dieselbe Benutzerfreundlichkeit bei Lösungen im Unternehmen. Erfolgreiche Lösungen müssen komplexe Anforderungen wie Rechteverwaltung, Datensicherheit und den Schutz geistigen Eigentums erfüllen und dennoch moderne, klare Workflows und Nutzungserlebnisse bieten.
Vorstellung des RightFind Suite Growth Bundle – Literaturverwaltung für kleine und mittlere Unternehmen28 Januar 2025